Kennwort "Leuthen"

 

XXX

XX

XIII 

z.b.V. 413 

Wehrkreis XIII

Sobald der Wehrkreis XIII (General der Infanterie Weisenberger) das Kennwort "Leuthen" (nach der berühmten Schlacht aus dem Sienbenjährigen Krieg) erhielt, sollten alle Ausbildungseinheiten zur 413. Infanterie Division (Generalleutnant Freiherr von Schaky) aufgestellt werden. Die Division hatte eine Stärke von ungefähr 10.000 Soldaten, die Masse jedoch nicht fronttauglich. Es war vorgesehen, daß die Division eine 3. Verteidigungslinie am Main aufbauen sollte, sobald der Feind den Spessart erreichen würde und die 7. Armee das Kommando in diesem Bereich übernimmt. Im Spessart sollte die Ausbildung der Truppenteile weiter geführt werden.

XX

z.b.V. 413 

113  

42 

283 

17   53   10

21 

47 

20 

10

46  

13 

13

13  

HUS Art  

HUS 22

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Im Wehrkreis XIII befand sich ebenfalls die sogenannte "Panzerkampfgruppe von Massenbach" (benannt nach Oberst von Massenbach), die jedoch unter dem direktem Kommando des Inspekteurs der Panzertruppen beim O.K.W. stand.

Als am 24.03.1945 das Kennwort "Leuthen" vom O.K.W. durchgegeben wurde, sollten die Einheiten den Raum Aschaffenburg und Miltenberg im Landmarsch und im Bahntransport erreichen. Wegen schwerer Luftangriffe am 26.03.1945 auf die Bahnhöfe von Würzburg und Gemünden, konnte die Masse der Division die Main-Linie nicht zeitgerecht erreichen.

Am 27./28.03.1945 wurde ebenfalls der Panzerausbildungsverband FRANKEN als Verstärkung für die Heeresgruppe B im Bahntransport nach Thüringen verlegt. Die Einheiten kamen hauptsächlich aus Süddeutschland. Es ist davon auszugehen, daß einige Einheiten bei Bad Kissingen in Richtung Hammelburg umgeleitet wurden, wie zum Beispiel der Scharfschützenlehrgang WK XIII.

Während der "Leuthen"-Bewegung am 27.03.1945, erhielt General Weisenberger eine Nachricht vom Stadtkommandanten von Würzburg, Generalleutnant Bornemann, das eine US Kampfgruppe von Aschaffenburg nach Osten vorstieß und in Gemünden mit "Leuthen"-Verbänden in ein Gefecht verwickelt war. General Weisenberger befahl Oberst von Massenbach eine Panzerjägerabteilung  von Schweinfurt nach Hammelburg zu senden und ein Bataillon, welches sich zwischen Schweinfurt und Gemünden befand und Richtung Aschaffenburg verlegte, wurde nach Hammelburg als Verstärkung umgeleitet. Des weiteren entsandte er General Hipp aus seinem Stab nach Hammelburg um die Situation unter Kontrolle zu bringen, dieser erreichte Hammelburg am 28.03.1945.

2002 © Copyright Peter Domes -  Datum der letzten Änderung: 23.09.2013