Festungspionierschule (Pionierschule 1)

Major Wolfram Diepenbeck

(Foto: privat)

Die Festungspionierschule, oder auch Pionierschule 1 genannt, hatte am 20.03.1945 aus Berlin-Karlshorst nach Bonnland verlegt und dort den Lehrbetrieb wieder aufgenommen. Bonnland war ein Dorf gewesen, daß mitten im Truppenübungsplatz lag und 1938 abgesiedelt worden war. Jetzt diente es der Wehrmacht als Unterkunft für übende Truppe. Die Pionierschule gliederte sich in einen Kommandostab, den Lehrstab und drei Lehrgänge mit etwa 130 Lehrgangsteilnehmern. Ein Offizierlehrgang mit ca. 50 Hauptleuten und Oberleutnanten, ein Feldwebellehrgang mit ca. 50 Feldwebeln, sowie ein Scharfschützenlehrgang mit 80 Grenadieren. Kommandeur war Oberst Bässe.

Auf Grund der Alarmierung wurde Bonnland zur Rundumverteidigung vorbereite und Major Wolfram Diepenbeck, Leiter des Taktikunterrichts an der Pionierschule, als Kampfkommandant eingeteilt. Zur Verteidigung der Ortschaft standen nur Handfeuerwaffen und Panzerfäuste zur Verfügung. Lediglich der Scharfschützenlehrgang konnte mit gepanzerten Kampffahrzeugen beweglich gemacht werden.

Die Pioniere erhielten den Auftrag Beobachtungsposten Im Norden und Süden von Bonnland einzurichten. Hierzu wurden von den Pionieren Beobachtungsposten bezogen. Hauptmann Rose von einem dieser Lehrgänge befand sich mit einem Beobachtungstrupp auf dem Turm der Reussenburg und beobachtete die Bewegungen der Task Force Baum.

 

 

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