Am Abend 26.03.45 traf eine Reservepionierkompanie vom Pionierausbildungs- und Ersatzbataillon 46 aus Regensburg in Gemünden ein. Das Bataillon gehörte zur 413. Infanteriedivision und hatte den Auftrag alle Mainbrücken zwischen Gemünden und Miltenberg zu besetzen, sprengfertig zu machen und beim Herannahmen der Amerikaner zu sprengen. Das Bataillon bestand zum größten Teil auf freiwilligen Offizieranwärtern der Kriegsmarine, die schon einen Einsatz am Oderbruch hinter sich hatten. Geführt werden sie von fronterfahrenen Unteroffizieren.

Die Pionierkompanie richtete ihren Gefechtsstand im Huttenschloß ein, die Soldaten wurden in den Häusern entlang der Frankfurterstraße einquartiert. Die Straßenbrücke sowie die Eisenbahnbrücke wurden sofort besetzt und Posten wurden aufgestellt. Als Sprengmittel sollten Fliegerbomben und Torpedosprengköpfe dienen, die mittels eines angebrachten Pionierzünders detonieren sollten. Die Sicherung und Sprengvorbereitungen der Eisenbahnbrücke lag in der Verantwortung des Pionierzuges von Oberfeldwebel Eugen Zöller.

Oberfeldwebel Eugen Zöller

(Foto: Albrecht Englert)

 

2002 © Copyright Peter Domes -  Datum der letzten Änderung: 28.01.05