Funde

Zünder 105 mm

(Foto: Heiko Haas)

Im Juli 2004 wurde Heiko Haas (Feuerwerker) von einem Bekannten gefragt, ob er sich einmal ein altes Munitionsteil aus dem 2. Weltkrieg ansehen könnte, welches in einem Dachbalken in einem Haus in Gauaschach stecke, mal ansehen.

 

Bei der Identifizierung des Munitionsteiles stellte sich heraus, daß es sich um einen Geschoßzünder aus US Fertigung handelte, welche bei Artilleriegeschossen ab einem Kaliber von 90 mm verwendet wurden.

 

Nach Rücksprache mit der Familie des Hauses, schlug das Sprenggeschoß am Morgen des 28.03.45 im Dachgiebel ein und riss ein Loch von 80 cm Durchmesser. Das Loch wurde repariert und zwei durchschlagene Dachbalken verstärkt. Das im dritten Balken steckende Munitionsteil wurde aus Sicherheitsgründen nie entfernt.

 

Der Auftreffwinkel zeigte, daß das Geschoß aus nordwestlicher bis westlicher Richtung abgefeuert wurde.

 

Zeitpunkt, Auftreffwinkel und die Aussagen der Familie lassen mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf schließen, daß es sich um ein Geschoß von einer von drei, der Task Force Baum zugeordneten und zu diesem Zeitpunkt noch einsatzbereiten M4A3 105mm Sturmgeschützen handelt. 

 

Einige Fakten sprechen für die Vermutung

 

1.                  Zeitpunkt des Einschlages (und einziger Einschlag an diesem Tag)

2.                  Auftreffwinkel und Abschußrichtung

3.                  Entfernung vom Reussenberg bis Gauaschach ca. 7.000 m

4.                  Maximale Reichweite der Haubitze ca. 11.000 m

2005 © Copyright Peter Domes -  Datum der letzten Änderung: 29.12.05